Zusatzinfo´s für Warschau:

Der kleine Knigge für Polen

Tabus und Sitten in Warschau

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Gleich vorweg eine Warnung. Wenn Sie sich als Gast in den Hotels in Warschau aufhalten, nutzen Sie beim Überqueren nur die dafür vorgesehenen Möglichkeiten. Also Ampel und Zebrastreifen. Wir haben oft erlebt, dass in der Nähe der Hotels gelegentlich die Polizei kontrolliert und Ausschau hält nach Touristen, die schnell eine Abkürzung nehmen wollen. Nehmen Sie also lieber einen Umweg in Kauf und ersparen Sie sich damit den anfallenden Ärger.
Anbei wollen wir Ihnen noch ein paar Punkte auf den Weg geben, so gesehen als einen Knigge im Miniformat für Ihren Aufenthalt in Warschau.


Blumen

Sie haben sicherlich schon davon gehört. Auf der ganzen Welt gelten Frauen aus Polen als die schönsten überhaupt. Ein perfektes Arrangement. Beginnend mit dem Aussehen, das perfekt mit einem modischen Kleidungsstil abgerundet wird. Da ist es nicht verwunderlich, das man auch einmal Blumen überreichen möchte. Grundsätzlich gilt, Blumen immer in ungerader Zahl zu verschenken. Eine gerade Zahl wird oft mit Pech und Unglücken in Verbindung gebracht.

Gastgeschenke

Sind Sie eingeladen, ist es üblich, ein Gastgeschenk mitzubringen. Pralinen für die Dame, eine Flasche Wein für den Herrn reichen dabei oft aus. Wenn Sie Blumen wählen, sollten Sie Obiges unbedingt beachten.

Schuhe

Schuhe gelten als schmutzig. Wenn Sie den privaten Wohnbereich betreten, ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. Das erfolgt meistens gleich hinter der Wohnungstür.

Pünktlichkeit

Bei geschäftlichen Anlässen sollten Sie immer pünktlich erscheinen. Bei privaten Anlässen hingegen ist es üblich, 15 Minuten zu spät zu kommen.

Geburtstage

Geburtstage sind wichtig, aber längst nicht so wichtig wie der Namenstag einer Person. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Sie den Namenstag einer Frau vergessen. Auch hier werden Blumen und Geschenke überreicht.

Kritik an der Kirche

In Polen sind bis heute die meisten Menschen nach wie vor katholisch. Eine Kritik an der Kirche ist zu unterlassen. Besonders an den verstorbenen, polnischen Papst Johannes Paul II. Ich selbst habe die Trauer in Warschau erlebt und kann Ihnen daher von einer Kritik nur abraten.

Essen

Lehnen Sie das Angebot auf ein Essen nie ab. Selbst wenn Sie keinen Hunger haben. Eine Ablehnung gilt als unhöflich.
Auch wenn Sie Pizza-Läden fast überall in Warschau finden, sollten Sie gerade, wenn Sie sich in Begleitung älterer Personen befinden, nicht nach einem Stand mit Pommes Frites fragen. Gerade bei der älteren Generation gilt Fast Food als verpönt.

Anrede

Der Nachname ist meistens nur für die Unterschrift oder einen Vertrag. Die Anrede erfolgt aber meistens mit dem Vornamen. Vorangestellt wird dann zum Beispiel ein Pan oder Pani (Pan Maik - Herr Maik/Pani Anna-Frau Anna). Bei geschäftlichen Besprechungen hingegen sollten Sie Ihr Gegenüber immer mit dem Titel anreden.

Gefahr Toiletten

In Warschau sind zwar mittlerweile viele WCs mit einem männlichen oder weiblichen Bild deutlich gekennzeichnet, dennoch finden sich nach wie vor auch Symbole zur Kennzeichnung, die immer wieder verwirren. Ein Kreis deutet dabei auf eine Damentoilette, während das Dreieck auf die Herrentoilette verweist.

Hausnummer

In Warschau sowie in Polen ist es nicht üblich seinen Namen an den Briefkasten oder das Klingelschild zu montieren. Statt dessen gibt man seine Adresse immer mit der Wohnungsnummer an.

Zum Beispiel:
ul. Freta 12/2 (hierbei steht die 12 für die Straßennummer und die 2 für die Hausnummer).

Auch bei postalischen Sendungen ist der Name oft unwichtig. Viel wichtiger ist die Angabe der Wohnungsnummer, da der Brief sonst nicht zugestellt werden kann.